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Reiseführer

Hitze, Zecken und Co.: Gesundheitsrisiken für Hunde im Urlaub

Dein Urlaub mit Hund soll vor allem eines sein: unbeschwert und voller gemeinsamer Erlebnisse. Ob am Meer, in den Bergen oder in idyllischen Waldlandschaften, der gemeinsame Urlaub mit dem geliebten Vierbeiner soll wahlweise aufregend oder maximal entspannend sein. Was es im Urlaub mit Hund aber auf keinen Fall braucht, ist Stress und unnötige Stresssituationen. Doch leider lauern zwischen Sonne, Strand und Wanderpfad immer auch einige potenzielle Gesundheitsrisiken, die manchmal nicht auf den ersten Blick erkennbar sind. Hitze, Zecken, giftige Pflanzen oder verunreinigtes Wasser können den perfekten Urlaub schnell trüben.

Im Folgenden zeigen wir dir auf, mit welchen Risiken du im Urlaub mit Hund spezifisch rechnen solltest und wie du diese bestmöglich vermeiden kannst. Denn wer sich frühzeitig informiert und vorbereitet, minimiert das Risiko, sodass der eigene Hund gesund bleibt und die Reise zu dem positiven unvergesslichen und entspannenden Erlebnis wird, das dein Urlaub mit Hund verdient.

gesundheitsrisikenWarum Gesundheitsrisiken im Urlaub oft unterschätzt werden

Gewisse Gesundheitsrisiken für deinen Hund bestehen leider immer, auch und gerade im Alltag, wo ohnehin die meisten Erkrankungen geschehen. Es gibt aber einige spezifische Gefahren, die tatsächlich vorwiegend im Urlaub lauern und auftreten. Zu Hause kennst du beispielsweise die täglichen Spazierwege und weißt genau, welche Gefahren es in der Umgebung gibt. Im Urlaub ist für dich und deinen Hund alles neu und unbekannt. Das ungewohnte Klima, fremde Pflanzen oder hierzulande unübliche Parasitenarten können durch Unwissenheit ein höheres Risiko darstellen.

Es ist deshalb ratsam, sich immer mit den spezifischen Gegebenheiten des Urlaubsziels in Hinblick auf mögliche Gefahren, die ein Risiko für deinen Hund (und eventuell auch dich selbst) darstellen, bekannt zu machen.

Gesundheitsrisiken für deinen Hund im Urlaub

Während die Risiken für deinen Hund vielschichtig sein können und nicht zuletzt immer auch von der spezifischen Urlaubsregion abhängen, findest du nachfolgend die generell am häufigsten auftretenden Gesundheitsrisiken für Hunde während eines Urlaubs:

Hitze als unterschätzter Gefahrenfaktor

Die meisten Urlaube finden traditionell im Sommer statt, das gilt auch für Urlaube mit dem Hund. So sehr das Urlauben mit dem Vierbeiner an warmen Sommertagen auch besonders Spaß machen kann, solltest du die Hitze nicht unterschätzen. Zu hohe Temperaturen können für deinen Hund schnell zur Belastung werden. Viele Hundebesitzer richten sich bei ihrer Einschätzung der herrschenden Hitze nach dem eigenen Wohlbefinden, übersehen dabei aber, dass Hunde ihre Körpertemperatur deutlich schlechter steuern können als Menschen. Das heißt kurz gesagt: Selbst, wenn du die herrschende Hitze noch einigermaßen gut ertragen kannst, kann sie für deinen Hund bereits eine große Belastung darstellen.

Besonders kurznasige Rassen, ältere Hunde und Welpen gelten als äußerst hitzeempfindlich. Auch Hunde, die viel laufen oder spielen, merken oft zu spät, dass sie überhitzen. Ein Hitzschlag kann bereits innerhalb weniger Minuten lebensgefährlich sein.

So vermeidest du Hitzestress im Urlaub:

  • Plane längere Ausflüge nur in den vergleichsweise kühlen Morgen- oder Abendstunden
  • Mache bei Ausflügen genug Pausen und nutze schattige Plätze für diese
  • Habe für deinen Hund stets frisches Wasser griffbereit dabei
  • Meide aufgeheizte Sandflächen und heißen Asphalt
  • Lass deinen Hund niemals im Auto warten

Besonders bei Urlauben in warmen Ländern, wie beispielsweise Spanien, Italien oder dem Süden Frankreichs, in denen die Temperaturen im Sommer regelmäßig deutlich über 30 °C steigen, solltest du bei der Wahl deiner Unterkunft auf kühlende Features achten, wie beispielsweise einen Swimmingpool oder sogar einen speziellen Hundepool.

Zeckenbisse und Parasiten: Nicht nur im Waldurlaub ein Thema

Zecken sind nicht, wie oftmals angenommen, nur im Wald aktiv, sondern warten insbesondere im hohen Gras auf Wiesen, in Bergregionen, aber auch an Strandpromenaden oder sogar im Hotelgarten. Das macht sie zu einem der größten Risiken für deinen Hund im Urlaub. Zecken können im schlimmsten Fall Krankheiten übertragen, die zudem oftmals schwer zu erkennen sind. Dazu gehören Babesiose und Borreliose. Abseits von Zecken können auch andere Parasiten Krankheiten bei deinem Hund auslösen, wie z. B. die gefährliche Mittelmeerkrankheit Leishmaniose, die durch Sandmücken übertragen wird. Gerade in den mediterranen Regionen sowie in warmen Feuchtgebieten fühlen sich Zecken, Flöhe, Sandmücken und viele andere Parasitenarten besonders wohl.

Grundsätzlich gibt es Parasiten allerdings überall, auch in nördlicheren Breitengraden. Deshalb müssen Zecken und Parasiten immer als großes Gesundheitsrisiko verstanden werden, egal wohin die Reise geht.

gesundheitsrisikenSo schützt du deinen Hund vor Zecken und anderen Parasiten:

  • Frage deinen Tierarzt nach einem Reisepaket zur Parasitenprophylaxe, am besten speziell auf deine gewählte Urlaubsregion ausgelegt
  • Verwende rechtzeitig vor der Reise ein wirksames Schutzmittel
  • Meide hohes Gras, wenn möglich
  • Kontrolliere das Fell deines Hundes nach jedem Ausflug und Spaziergang
  • Nutze beim Urlaub im Mittelmeerraum zusätzlich ein Halsband mit Langzeitschutz gegen Sandmücken

Gefährliche Pflanzen, giftige Meeresbewohner und verunreinigtes Wasser

Die Urlaubszeit ist immer auch Zeit für neue Erlebnisse und Entdeckungen, das gilt nicht zuletzt für Hunde. Eine neue Umgebung bedeutet neue, möglicherweise zuvor unbekannte Gerüche und Pflanzen, von denen die Gerüche ausgehen. Viele Urlaubsregionen sind allerdings auch reich an Pflanzen, die Hunde zwar verlockend finden, die aber gefährlich sein können. Oleander, Azaleen und auch bestimmte Pilzarten können bei Hunden beispielsweise zu schweren Vergiftungen führen.

Auch im Meer besteht Gefahr, wenn neugierige Hunde etwa Quallen oder Seeigel beschnuppern und sodann von ihnen gestochen werden. An manchen Stränden führen zudem Algenblüten zu Übelkeit, wenn der Hund Wasser oder Sand abschleckt.

Abseits vom Meer kann vielerorts auch das (vermeintliche) Trinkwasser zu Gesundheitsproblemen führen, wenn dieses nicht sauber genug ist.

gesundheitsrisikenWie du solche Risiken erkennst und vermeidest:

  • Informiere dich im Voraus über die Natur in deinem Urlaubsziel und über alle möglicherweise gefährlichen Pflanzen vor Ort
  • Lasse deinen Hund grundsätzlich nicht wahllos Pflanzen anknabbern
  • Informiere dich über die Trinkwasserqualität in deinem Urlaubsziel und setze auf gekauftes stilles Wasser, falls das örtliche Trinkwasser als nicht sicher gilt
  • Behalte deinen Hund am Strand im Auge und lasse ihn nicht zu tief ins Wasser gehen
  • Spüle nach Strandbesuchen das Salzwasser von deinem Hund gründlich ab
  • Meide stehende Gewässer mit Algenbefall

Mit Planung und Bewusstsein zum sicheren Urlaub mit Hund

Wenn du die wichtigsten Gesundheitsrisiken kennst und entsprechend auf sie achtest, wird der Urlaub mit deinem Hund nicht nur aufregend und entspannend, sondern auch sicher. Hitze, Zecken und andere Gefahren lassen sich mit guter Vorbereitung, einer gewissen Achtsamkeit und gesundem Menschenverstand letztlich gut vermeiden.

Informiere dich also vorab über die Region, bereite deinen Hund entsprechend vor und halte während des Urlaubs die Augen offen für die gängigsten Gefahren. So wird aus deinem Urlaub mit Hund ein unvergesslich positives Erlebnis mit viel Natur, Erholung und gemeinsamer Zeit. Genauso wie es sein muss.

Und für eine garantiert hundefreundliche Unterkunft, die zusätzlich zu eurer Sicherheit und eurem Komfort beiträgt, sorgt hundeurlaub.de. Dein Vierbeiner wird es dir danken.