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Von dem alten Bergfried der Ruine hast du einen traumhaften Blick Richtung Osten. Wir können dir eine frühe Wanderung bei schönem Wetter nur empfehlen. Hast du deine Wanderschuhe griffbereit, deinen Hund an deiner Seite? Dann folge uns jetzt:
Lage Ruine Weißenstein im Fichtelgebirge

Das Fichtelgebirge ist ein deutsches Mittelgebirge im Norden Bayerns. Zwischen Hof, Bayreuth und Tirschenreuth findest du eine großartige Natur, herrliche Berge und wunderschöne Landschaften. Die Burgruine Weißenstein ist auf dem knapp 864 m hohen Weißenstein beheimatet.
Der Weißenstein liegt im Naturpark Steinwald (südlicher Rand des Fichtelgebirges) – etwa 10 km südlich von Waldershof und 10 km östlich von Wiesau. Bis Bayreuth sind es etwa 50 km.
Um auf den Weißenstein zu wandern, gibt es verschiedene Startpunkte:
- Wanderparkplatz Weißenstein
- Parkplatz Freuenreuther Weiher
- Parkplätze an der Landstr. 2121
Die Wanderung startet vom Wanderparkplatz Weißenstein an der Kalvarienbergstr. im Morgengrauen.
Kurzinfo zur Wanderung zur Burgruine Weißenstein
Hier die Wanderung in der Kurzinfo:
- Start: Wanderparkplatz an der Kalvarienbergstr. in Hohenhard (Waldershof)
- Länge der Wanderung: 8 km
- Dauer: etwa 1,5 Stunden zzgl. Pause an der Ruine Weißenstein
- Beschaffenheit der Wege: 100 % Wald- und Schotterboden
- Schwierigkeitsgrad: leicht (es sind wenige steilere Anstiege und Abstiege, Wanderübung ist immer von Vorteil)
- Sehenswürdigkeiten: Burgruine Weißenstein, Aussicht (Eintritt kostenlos)
- Einkehrmöglichkeiten: keine
- Kinderwagen: möglich
Jetzt geht’s los. Rauf zur Burgruine Weißenstein – auch mit Hund
Rundwanderung zur Burgruine Weißenstein im Steinwald

Zunächst führt dich der Weg vom Parkplatz aus durch den tief verschneiten Wald. Der Weg ist breit und einwandfrei zu laufen. Nach etwa 20 Minuten werden dir zwei Alternativen angeboten: ein schmaler Steig (kürzerer Weg) oder der breite Wanderweg (längere Tour) weiter. Bei dieser Tour geht es auf dem Steig weiter.
Mit Kinderwagen solltet ihr in jedem Fall den längeren, aber auch breiteren Weg folgen.
Nach dem Aufstieg über den Steig, stoßt ihr wieder auf den Hauptweg, der euch kurze Zeit später zur Burgruine Weißenstein führt.
Jetzt liegt sie vor euch: eine imposante Ruine, die scheinbar mit den Felsen des Weißensteins verschmolzen war. Ein toller Anblick.
Etwas zur Geschichte der Burg Weißenstein
Die erste Erwähnung der Burg Weißenstein findet sich in Unterlagen aus dem Jahr 1279. Dort wurde eine Familie Notthaft – aus dem Böhmen – als Mitinhaber des Weißensteins vermerkt. Ab 1341 wurde die Burganlage durch Albrecht Notthaft XI.. der nun das gesamte Gebiet um den Weißenstein erworben hatte, in seiner heutigen Ausdehnung aufgebaut. Es muss eine sehr stattliche Burg gewesen sein.
Nach 1718 – nach dem Ableben des letzten Mitglieds der Familie Notthaft, erbte ein Familienzweig aus der Bodensteiner Linie. Aber von der Burg war kaum noch etwas übrig. Seit dem 16. Jahrhundert wurde diese nicht mehr bewohnt und verfiel. Die Mauern stürzten ein und begruben alles unter sich.
Die Ruine wechselt den Besitzer
1885 wurde die Anlage Weißenstein an eine schlesische Fabrikantenfamilie verkauft, die wiederum den Besitz an die Familie Siegle aus Stuttgart verkaufte. Dessen Tochter ehelichte den Kammerherrn von Gemmingen-Hornberg. Die Burgruine Weißenstein ist in dritter Generation im Besitz der Familie Eberhard Freiherr von Gemmingen-Hornberg.
Von 1996 – 2000 wurde die Anlage, die bis dahin extrem baufällig war, in mühevoller Arbeit restauriert und wieder begehbar gemacht. Der Bergfried beherbergt heute eine 7,5 m hohe Aussichtsplattform, von der man einen herrlichen Blick über den Steinwald hat.
Sonnenaufgang auf Burg Weißenstein
Eine absolute Empfehlung: Steht – egal ob Winter oder Sommer – früh auf und erlebt bei gutem Wetter diesen einmaligen Sonnenaufgang vom Bergfried der Ruine Weißenstein – einfach atemberaubend.
Um auf den Aussichtspunkt in 7,5 m Höhe zu gelangen, müsst ihr einige Holztreppen bewältigen. Passt am niedrigen Eingang auf euren Kopf auf. Im Inneren des Bergfrieds führen ebenfalls Holzstufen nach oben. Oben angekommen stehst du auf einer Aussichtsplattform auf Ahornholzrettern und hast einen tollen Ausblick auf den Steinwald und das Fichtelgebirge.
Danke an dieser Stelle den freiwilligen Helfern des Vereins „Gesellschaft Steinwaldia Pullenreuth e. V.“. Nur durch die jahrelange Puzzlearbeit konnte der Mantel des Vergessens über diese Symbiose aus Natur und Menschenbauwerk erhalten bleiben.
Fazit der Wanderung zur Ruine Weißenstein

Egal, ob zum Sonnenaufgang oder als kleine Wanderung am Nachmittag: Der Aufstieg zum Weißenstein lohnt sich auf jeden Fall. Es gibt einiges zu entdecken. So kannst du auf den Bergfried klettern, im unteren Bereich dir die alten Grundmauern der Ruine anschauen oder dich am Pavillon über die Geschichte der Burg informieren. Der Weg zur Burg ist sehr entspannt und nicht allzu steil. Wenn du noch etwas mehr Zeit hast, lohnt sich ein Abstecher zum Oberpfalzturm auf der 946 m hohen Platte, der höchsten Erhebung im Steinwald.
Es geht an der Dreifaltigkeitskapelle (mit Holzdach), dem Schlossfelsen vorbei bis zum Oberpfalzturm. Von diesem 33 m hohen Aussichtsturm hast du eine hervorragende Aussicht auf den Naturpark Steinwald. 150 eiserne Stufen führen dich auf die Plattform mit einer guten Sicht bis zum Böhmerwald.
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