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Der Rundweg um den Fichtelsee ist eine etwa einstündige Wanderung, teils auf optimal ausgebauten Waldwegen, teils auf Holzstegen. Von hier hast du einen herrlichen Ausblick auf den Schneeberg, den du in deine Wanderung einbauen kannst. Hast du deine Wanderschuhe griffbereit, deinen Hund an deiner Seite? Dann auf zum Fichtelsee:
Lage Fichtelsee im Fichtelgebirge

Der Fichtelsee liegt – wie sein Name schon vermuten lässt – im Fichtelgebirge. Auf 750 m Höhe erstreckt sich dieser gut 10 Hektar – von Menschen angelegte – See. Um den See ist ein 2,5 km langer Rundweg angelegt, den man auch hervorragend mit Kinderwagen begehen kann. Wo der See nah ans Ufer tritt und der Untergrund durch das Moor schlammig ist, wurden breite Holzstege errichtet.
Der Fichtelsee liegt zwischen Bischofsgrün und Tröstau, etwa 3,5 km von der Ortsmitte Fichtelberg – am Ortsteil Neubau – entfernt. Von der B303/E48 nimmst du von Norden oder Süden die Abfahrt Fichtelberg / Fichtelsee und bist in wenigen Minuten am Ziel. Parkplätze gibt es genügend vor Ort. Für unsere Wanderung haben wir den Parkplatz (gebührenpflichtig) an der Straße Mühlberg gewählt.
Kurzinfo zum Rundweg Fichtelsee
Hier ein einige Informationen zur Wanderung rund um den Fichtelsee in Kurzform
Start: Wanderparkplatz an der Kalvarienbergstr. in Hohenhard (Waldershof)
- Start: Wanderparkplatz an der Straße Mühlberg im Neubau
- Parkplatz kostenpflichtig
- Länge der Wanderung: 2,5 km
- Dauer: etwa 1,5 Stunden
- Beschaffenheit der Wege: 100 % Wald- und Holzboden
- Schwierigkeitsgrad: leicht (keine Steigungen)
- Sehenswürdigkeiten: Fichtelsee
- Einkehrmöglichkeiten: Hotel/Restaurant Fichtelsee
- Kinderwagen: sehr gut geeignet
Jetzt geht’s los. Schnappt euch euren Hund und genießt die Runde um den See.
Rundwanderung um den Fichtelsee
Startpunkt ist ein Parkplatz in Neubau an der Straße Mühlberg. Der Parkplatz ist kostenpflichtig. Ihr startet die leichte Wanderung auf einem breiten Weg Richtung Fichtelsee. Es geht durch dichten Nadelwald und zunächst leicht bergan auf das Stauwehr des Sees.
Über das Stauwehr folgt ihr der Beschilderung Seeweg und habt einen schönen Blick auf den See und die Berge des Fichtelgebirges im Hintergrund. Der Turm des Schneeberges erhebt sich aus den Wolken. Nach etwa 350 m habt ihr das Ende des Stauwehrs erreicht. Es ist nicht mit den üblichen Staudämmen einer Talsperre zu vergleichen. Eher ein aufgeschütteter Damm.
Es eröffnet sich ein größerer Platz mit einem kleinen Pavillon zur Seeseite. Eine gemütliche Stelle, um entspannt auf den See zu blicken.
Weiter geht es in den Tannenwald. Der Weg ist breit und begehbar, auch im tiefen Schnee. Zu eurer Linken liegt der See und voraus erkennt ihr schon das Hotel Fichtelsee.
Über einen Parkplatz führt der Weg direkt zum Hotel. Alternativ entscheidet ihr euch für den Weg, der über die Brücke den Fichtelsee überquert. Eine gut gebaute, schöne Holzbrücke, vorbei an einem weiteren Holzpavillon.
Weg führt durch herrlichen Nadelwald
Nun geht ihr rechts und immer am See entlang. Die unterschiedlichen Farben des zugefrorenen Sees schimmern mystisch. Es ist absolut still und eine verzauberte Atmosphäre. Nach einigen Metern könnt ihr rechts zum See laufen.
Jetzt führt der Weg im großen Bogen zum Ende des Sees an dem Moorgebiet vorbei. Hier ist das Gebiet eher sumpfig und nicht wie ein See. Das Moor konnte sich hier noch erhalten, während es an anderer Stelle weitgehend ausgebaggert und vernichtet wurde.
Etwas zur Geschichte des Fichtelsees
Der Fichtelsee ist keines natürlichen Ursprungs. Im frühen 17. Jahrhundert wurde an dieser Stelle ein Damm angelegt. Das Gebiet war schon immer durch das Hochmoor mit Wasser gesättigt, es gab jedoch keine Staubereiche. Diese wurden für den Betrieb der Eisenwerke und das dafür benötigte Wasser angelegt. 1795 wurde der Damm vergrößert und bis 1934 hielt er mehr schlecht als recht. Der Damm wurde daraufhin repariert und in den nächsten Jahrzehnten oft erneuert. Mit Abschluss der Arbeiten an einer neuen Dammkrone mit 20 Meter Höhe, entstand der See in seiner heutigen Größe von 10,5 Hektar und einer Tiefe von max. 16 Meter.
Mitte des 19. Jahrhunderts wurde so viel Wasser entnommen, dass das Moorgebiet rund um den See austrocknete. Daraufhin wurde der Torf abgebaut, welches zu großen Schäden an der seltenen Fauna führte. Bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs wrude noch Torf abgebaut. Heute versucht man durch die Schließung der Abwasserkanäle, das alte Moorgebiet wieder zu wässern und eine Rückführung des Moors zu ermöglichen. Immerhin wurden die Gebiete nördlich und östlich des Sees 1939 als Naturschutzgebiet ausgewiesen, sodass dort die einmalige Hochmoor-Natur erhalten blieb.
Weg führt weiter am See entlang
An der Kehre des Sees zurück, biegt ein Weg zum Schneeberg ab. Von hier kannst du den Gipfel des 1.051 m hohen Berges in gut 2 Stunden erreichen. Ihr folgt aber weiter dem Weg rund um den See. Jetzt geht es auf einem Holzsteg über den morastigen Boden weiter. Über euch die Wipfel der hohen Tannen. Durch den Nadelwald – immer am See entlang – bringt euch der Weg wieder zum Hotel Fichtelsee. Wer möchte, kann sich hier auch auf der Terrasse über dem See stärken.
Nach gut 1,5 Stunden Fußmarsch erreicht ihr wieder den Parkplatz.
Fazit der Rundwanderung Fichtelsee
Es ist sicher keine große oder anspruchsvolle Wanderung. Aber der Ausblick und der See entschädigen dafür. Wenn du nach einem schönen Spaziergang mit deinem Hund Ausschau hältst und dich nachmittags bei Kaffee und Kuchen auf der Terrasse des Restaurants Fichtelsee stärken möchtest, können wir dir die Runde sehr ans Herz legen. Auch im Winter ist es eine schöne Runde mit herrlichem Blick auf den Schneeberg.
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