Checkliste für die Wanderung mit Hund

Du möchtest mit deinem Hund mal wieder mehr als einen gewöhnlichen Spaziergang erleben? Dann spricht doch nichts gegen einen Tagesausflug oder gar einen ganzen Urlaub zum Wandern. Wie wäre es z.B. mit Wanderungen im Sauerland, der Pfalz oder dem bayerischen Wald?

Da ein solcher Ausflug länger als ein normaler Spaziergang andauert, solltest du für dich und deinen Hund eine bestimmte Ausrüstung dabei haben. Wir verraten dir, worauf du achten musst und was du für deinen treuen Begleiter alles mitnehmen solltest. Wohin darf es gehen? Bevor es ans Packen geht, überlege dir zunächst das Ziel deiner Reise. Besonders bei Welpen, Junghunden und Senioren muss die Streckenlänge an ihre körperliche Konstitution angepasst werden. Im Zweifelsfall ist ein Check-Up beim Tierarzt hilfreich, der dir mit Rat zur Seite steht. Auch sind nicht jedes Wetter und jede Umgebung für deinen geliebten Vierbeiner gleichermaßen geeignet.

Ein chinesischer Schopfhund wird sich ebenso wenig über eine dreitägige Schneewanderung in den Bergen freuen, wie ein Bernhardiner bei 36 Grad Mittagshitze über Felder laufen möchte. Plane eine Route, die für dich und deinen Hund angemessen ist! Hast du dir eine Wanderstrecke ausgesucht, überlege dir, was du alles mitnehmen willst. Generell heißt es: so wenig wie möglich, aber so viel wie nötig. Denn auch die Summe leichter Utensilien kann sich im Gesamtgewicht niederschlagen.

Drei Dinge gehören auf jeden Fall in deinen Rucksack:

· Wasser samt Napf

· ein Erste-Hilfe-Set

· genügend Kotbeutel

Beim Wandern solltest du die drei Basics „Trinken“, „Kotbeutel“ und ein „Erste-Hilfe-Set“ immer dabei haben. Um dir Platz im Rucksack zu sparen, kannst du auf sogenannte Reisenäpfe zurückgreifen. Diese sind direkt mit Wasser befüllbar, so dass du keine zusätzliche Wasserflasche mitnehmen musst. Es gibt aber auch Faltnäpfe, die sich zu einer flachen Scheibe falten lassen und somit kaum Platz beanspruchen. Das erste-Hilfe-Set wird dringend empfohlen, denn spitze Steine oder Dornen führen schneller zu Verletzungen als erwartet. Mindestens ein Desinfektionsmittel und Verbände sollten darin enthalten sein. Generell ist auch ein Erster-Hilfe-Kurs am Hund ratsam, der dich auf den Umgang mit Verletzungen im Alltag vorbereitet.

Die Ausstattung deines Hundes:

· Halsband und/oder Geschirr

· eine Hundemarke

· eventuell einen Hunderucksack

· ein bis zwei Leinen (kurz und lang)

Die richtige Kleidung des Hundes richtet sich nach deiner Tour-Wahl. Prinzipiell ist es dir überlassen, ob du deinem vierbeinigen Begleiter ein Halsband oder ein Geschirr anziehst. Bei Wanderstrecken mit erhöhtem Schwierigkeitsgrad, musst du deinen Hund möglicherweise gelegentlich zur Sicherung festhalten, während ihr eine Passage überquert.

Hierfür eignen sich Geschirre mit Griff deutlich besser als Halsbänder, da sich der mögliche Zug beim Festhalten auf den gesamten Brustkorb verteilt und die Wirbelsäule geschont wird.

An manchen Stellen kann es auch vorkommen, dass dein Hund hochgehoben werden muss, beispielsweise bei besonders wackligen Brücken. In solchen Situationen empfiehlt sich ein sogenanntes Tragegeschirr samt Tragegurt.

Für den Fall der Fälle sollte dein Hund immer eine Hundemarke tragen, die deine Handynummer und/oder Adresse angibt. Bist du über einen längeren Zeitraum im Urlaub, ist es einen Gedanken wert, sich eine Hundemarke mit der Urlaubsadresse zukommen zu lassen. Besonders dann, wenn du die Landessprache nicht sprichst.

Bis zu 10% des Hundegewichts kannst du deine Ausstattung an deinen Begleiter abgeben. Praktischerweise kannst du das erste-Hilfe-Set, einen Maulkorb oder eine Leine in einen Hunderucksack packen. Sollte dein Hund tatsächlich mal verloren gehen, sind diese Utensilien zugleich eine Hilfe für seine Finder. Ist dein Hund noch nicht sicher im Gehorsam, solltest du ihn nicht von der Leine lassen: Nimm stattdessen lieber zwei Leinen mit. Eine kurze Leine für Straßenüberquerungen, den Besuch in Gaststätten oder Begegnungen mit fremden Hunden. Mit der zweiten Leine (zum Beispiel eine Schleppleine) kann dein Vierbeiner dennoch ausreichend seine Umgebung erkunden.

Das kannst du in deinem Auto/Appartement lassen:

· ein Handtuch

· eine Zeckenzange

Denke nach einer kalten oder nassen Wanderung daran, deinen Hund abzutrocknen. Denn auch Hunde können sich unterkühlen und erkälten. Wenn du keine Zeckenzange in deinem erste-Hilfe-Set dabei hast, kannst du auch eine im Auto lassen. Dort ist sie auch jederzeit bei anderen Unternehmungen griffbereit. Eventuell benötigst du zudem

· einen EU-Heimtierausweis

· eine Kopie deiner Haftpflichtversicherung

· einen Maulkorb

· Schutzkleidung

· eine Decke

· Spielzeug und/oder Leckerli

· Medikamente

Denke bei Reisen ins Ausland immer an deinen Impfpass. In der Regel ist das der EU-Heimtierausweis. Zudem solltest du eine Kopie deiner Haftpflichtversicherung dabei haben.

Informiere dich gut über die Einreisebestimmungen und Regeln deines Reiseziels. In manchen Ländern besteht an öffentlichen Plätzen Maulkorbpflicht. Den sollte dein Hund bereits vorher in einer ruhigen Umgebung kennen lernen dürfen, um an ihn gewöhnt zu sein.

Bei besonders steinigen Wanderungen empfehlen sich übrigens auch Schuhe für deinen Hund, damit er sich die Pfoten nicht verletzt. Planst du eine Tour über mehrere Tage, schützen die Schuhe auch vor dem Wundlaufen seiner Ballen. Bei kurzhaarigen Hunden, die schnell frieren, ist im Winter (wenn nicht sogar schon Herbst) ein warmer Hundemantel ratsam. Ist dein Hund krankheitsanfällig ist ein Regenmantel bei schlechtem Wetter eine Überlegung wert.

Kein Muss aber definitiv hilfreich für deine Tour sind Spielzeug und Leckerlis, damit du für deinen Vierbeiner beim Erkunden der Strecke doch immer interessanter bleibst als seine Umgebung. Mit der richtigen Einstellung zu einer gelungenen Tour Hast du deine Route auf dich und deinen treuen Begleiter abgestimmt, die passende Ausstattung besorgt und ist alles bereit für die Abfahrt? Dann vergewissere dich nochmal, dass du auch an deine gute Laune gedacht hast, und schon kann es losgehen!

Bildquelle: collie-fans.de

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