Mit Hund unterwegs: Tierfreundliche Städte in Europa

Laut dem Verband für das Deutsche Hundewesen leben rund fünf Millionen Hunde in Deutschland. Die Vierbeiner genießen eine hohe Sympathie in der modernen Gesellschaft und ihre Besitzer trennen sich nur ungern von den tierischen Freunden. Selbst ihren lang ersehnten Urlaub planen Hundebesitzer auf eine Weise, die das Haustier mit einbezieht.

Der Urlaub mit Hund ist aus organisatorischer Sicht nicht ganz unkompliziert. Hundehalter müssen bei der Reiseplanung viele Dinge berücksichtigen, die sie ohne den Besitz eines Vierbeiners ignorieren könnten. Nachfolgend informieren wir über tierfreundliche Städte, in denen sich Hund und Besitzer wohlfühlen werden.

5 deutsche Städte, in denen das Hundeleben gut ist

Hundebesitzer denken bei der Planung ihres anstehenden Urlaubes an ihren Vierbeiner. Dieser soll bei der wohlverdienten Auszeit nicht beim Nachbarn bleiben, sondern gemeinsam mit dem Herrchen den Urlaub genießen. Die erste Hürde: Eine Stadt finden, die eine ausgeprägte Hundefreundlichkeit besitzt.

Das Problem ist schnell gelöst. Passend zum Welthundetag hat issnruede.de eine Studie erstellt, die Deutschlands Städte bezüglich ihrer Hundefreundlichkeit analysiert. Das Ranking sieht wie folgt aus:

  1. Leipzig
  2. Mannheim
  3. Dresden
  4. Hannover
  5. München

Die Studie richtet sich in erster Linie an Hundebesitzer, die in einer hundefreundlichen Stadt wohnen möchten. In das Ranking flossen Faktoren wie die Hundesteuer und Anzahl der Artgenossen ein.

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Courtesy of: Issn‘ Rüde! & Der beisst nicht

Dennoch können Urlauber die Studie zurate ziehen, da auch die Infrastruktur der Städte (Ärzte, Freiflächen, Salons) berücksichtigt wurden. So steht Leipzig im Bereich Freiflächen besonders gut dar. Hier kommen auf eine Freifläche 410 Hunde.

Schönes Hundeleben außerhalb Deutschlands

Wer seinem Vierbeiner die außerdeutschen Grenzen präsentieren möchte, muss nicht besonders weit reisen. Italien und die Niederlande sind hundefreundliche Reiseziele. In Amsterdam fahren am Wochenende zahlreiche Motorboote durch die Grachten. Auf ihren Dächern lassen es sich Hunde gut gehen. Wer mit seinem Hund eine ländlichere Region bevorzugt, der ist im Piemont gut aufgehoben. Aber auch Venedig und Florenz sind hundefreundliche Städte.

Tipp: Piemont ist für seine schmackhaften Trüffel bekannt, die bekanntlich von Hunden aufgespürt werden. Aus diesem Grund ist die Region besonders hundefreundlich.

Tierfreundliche Übernachtung finden

Nachdem sich Hundebesitzer für ein deutsches oder ausländisches Reiseziel entschieden haben, benötigen sie eine passende Übernachtungsmöglichkeit. Eine Bleibe zu finden, die Haustiere erlaubt, ist nicht immer ganz einfach. Viele Unterkünfte erlauben keine Haustiere, sodass die Suche mit etwas Aufwand verbunden ist. Empfehlenswert sind die haustierfreundlichen Übernachtungsmöglichkeiten von A&O HOTELS and HOSTELS: Das Unternehmen besitzt Übernachtungsmöglichkeiten unter anderem in der hundefreundlichen Stadt Leipzig sowie in Amsterdam. Gegen eine kleine Gebühr können Reisende bis zu zwei Hunde in ihr Zimmer aufnehmen.

Die Reise zum Zielort planen und bewältigen

Hundebesitzer sind gut beraten, wenn sie bei der Wahl ihres Reiseziels die Distanz berücksichtigen. Lange, anstrengende Anreisen sind für Haustiere stressig. Setzen Sie Ihren Hund nicht unnötigem Stress aus.

Diese Regel gilt auch bei der Anfahrt. Generell gilt: Bewältigen Sie die Fahrt zum Zielort so schnell wie möglich, sei es mit dem Auto, der Bahn oder dem Flugzeug. Bei der Reise mit dem Flugzeug müssen Hundebesitzer prüfen, ob die Fluggesellschaft die Vierbeiner erlaubt. Einem Artikel auf geo.de zufolge geht das meist nur bei den großen Airlines problemlos. Bei Billigfliegern sind Hunde entweder nicht erlaubt oder die Vierbeiner dürfen ein bestimmtes Gewicht nicht überschreiten.

Die Autoreise mit dem Hund ist unproblematischer, jedoch nicht für jedes Tier geeignet. Autofahrten führen bei einigen Hunden zu Übelkeit. Ob Ihr Hund mit einem Pkw befördert werden kann, sollten Sie vor der Abreise testen. Oberstes Gebot bei der Autofahrt mit dem Hund: Regelmäßige Pausen einlegen und dem Tier Bewegung gönnen. Weitere Tipps zum Autofahren mit dem Hund gibt es hier.

Eine Alternative zu Flugzeug und Auto ist die Anreise mit der Bahn. Laut der offiziellen Webseite der Deutschen Bahn ist die Mitnahme kein Problem. Hunde, die ihre Besitzer nicht in einem Transportbehälter unterbringen können, zahlen den halben Fahrpreis. Um einen maximalen Komfort zu gewährleisten, gelten bei der Fahrt mit der Bahn dieselben Regeln wie im Auto: Pausen sind ideal, um den Hund bei Laune zu halten. Nutzen Sie aus diesem Grund keine Direktverbindung, sondern Umsteigemöglichkeiten.

Hundefreundliches Sightseeing betreiben

Am Reiseziel angekommen haben Hund und Herrchen Zeit, das neue Revier zu erkunden. Vorab sollten sich Hundebesitzer über die in der jeweiligen Stadt gültigen Regeln informieren. In vielen Städten herrscht Leinen- und/oder Maulkorbpflicht. In Hamburg beispielsweise müssen Herrchen einen Hundeführerschein besitzen, um auf die Leine zu verzichten. In Berlin gilt in allen öffentlichen Verkehrsmitteln Maulkorbpflicht.

Zum Sightseeing eignen sich generell Parks und Gewässer, wo Hunde erlaubt sind. Suchen Sie Wälder auf, wo Sie Ihren Hund ohne Leine frei laufen lassen können. Neben den Aktivitäten in natürlichen Gebieten müssen natürlich auch Herrchen auf ihre Kosten kommen. Gegen den gelegentlichen Museumsbesuch hat der Hund nichts einzuwenden. Wichtig ist, den Besuch solcher Attraktionen mit einem Trip ins Grüne zu kombinieren.

2 Kommentare zum Thema “Mit Hund unterwegs: Tierfreundliche Städte in Europa

  1. Wir waren vor einigen Wochen in Berlin ( couchsurfing) mit unserem Hund Hugo. Unser Gastgeber hat uns von einem dogwalker service Wolfsrudel exklusive erzählt die sich auf Hunde im Urlaub spezialisiert haben, leider ist das Angebot eher an Luxus Urlauber gerichtet also nichts für uns. Die Idee an sich finde ich aber interessant…

  2. Also, ich wohne in münchen und würde die stadt nicht als besonders hundefreundlich deklarieren. Es gibt wenig grünfläche innerhalb der stadt -und wenn, sind hunde oft nicht erlaubt, wenn nicht-umzäunte Kinderspielflächen oder ein sandkästen in der nähe sind, also fast überall. An der Isar teilt man sich streckenweise asphaltierte wege mit radfahrern und fussgängern. Ich wurde auch schon eines kioskartigen minibiergartens in flauchernähe auf übelste weise verwiesen. Hunde“spielwiesen“ gibt es in der stadt kaum.

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