Mit ‘Zecken’ getaggte Artikel

Mitbringsel aus dem Urlaub – aber bitte keine Zecken!

Freitag, 24. September 2010

Endlich geschafft – es kann losgehen! Die Reise ist geplant, der Koffer ist gepackt und der Hund ist tierärztlich untersucht worden. Die Vorfreude ist groß, denn die schönsten Wochen des Jahres stehen bevor und endlich hat man Zeit, die Seele baumeln zu lassen und sich einmal richtig Zeit für den vierbeinigen Freund zu nehmen.

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Schnell kann diese wunderbare Idylle aber auch ins Gegenteil umschlagen. Dann nämlich, wenn sich der vierbeinige Reisebegleiter mit einer Krankheit infiziert oder sich verletzt. Dann ist oftmal schnelle Hilfe notwendig und der Gang zum Tierarzt wird unvermeidlich.

Es gibt aber auch die tückischen Krankheiten, die sich erst nach einer gewissen Inkubationszeit zeigen. Dazu gehört beispielsweise die Zecken-Borreliose. Es handelt sich hierbei um eine von Zecken übertragene bakterielle Infektion. Diese kann sowohl den Menschen als auch den Hund treffen. Es ist also besondere Vorsicht geboten bei Reisezielen, die bekannt sind für das häufige Vorkommen von Zecken. Zudem gibt es Hunderassen, die besonders anfällig für Zecken sind. Dazu gehören die Jagdgebrauchshunde beispielsweise.

Das besonders unangenehme an einer Zecken-Borreliose ist, dass sich die Krankheit erst nachTagen oder Wochen bemerkbar macht. Anfänglich sind auch nur wenige Symptome beim Hund zu bemerken. Der Hund wirkt matt und hat keinen Appetit. Schließlich bekommt der Hund Fieber. Wenn dann auch noch schmerzhafte Gelenkentzündungen den Hund lahmen lassen, dann liegt der Verdacht auf eine Zecken-Borreliose-Infektion nahe. Die sich nun anschließende Behandlung ist sehr langwierig.

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Man sollte also im Vorfeld, möglichst in der kalten Jahreszeit von Oktober bis Februar den Hund vorsorglich gegen Zecken-Borreliose impfen lassen.

Bildquelle: Thorben Wengert, www.pixelio.de

Viele Vierbeiner verreisen ungeschützt

Mittwoch, 09. Juni 2010

Deutsche vernachlässigen Parasitenabwehr für Hunde bei Urlauben im Ausland

Für die meisten Hundehalter in Deutschland ist es eine Selbstverständlichkeit, ihren Vierbeiner mit in den Urlaub zu nehmen. Dazu bekannten sich 83 Prozent der 1.375 Teilnehmer einer aktuellen Umfrage des Tierhalterportals „DeineTierwelt.de“. Nicht selten führen diese Urlaube nach Frankreich oder Italien, aber auch nach Osteuropa, Spanien und vereinzelt nach Griechenland.
All diese Länder zeichnen sich durch ein deutlich höheres Gesundheitsrisiko für Hunde durch Parasiten übertragene Krankheiten aus als es in Deutschland besteht. Die vom Menschen so angenehm empfundene Wärme lässt auch blutsaugende Parasiten wie Zecken, Sandmücken und Moskitos besonders gut gedeihen, die gefährliche Krankheitserreger übertragen können.
Eine in Südeuropa häufige Zeckenart, die in Deutschland nur als eingeschlepptes Urlaubsmitbringsel vorkommt, ist die Braune Hundezecke. Sie kann Hunde mit Krankheiten wie Ehrlichiose oder Babesiose infizieren, die unbehandelt meist tödlich verlaufen. Mediterrane Stechmücken (Moskitos) können winzige Larven des Herzwurms in sich tragen und beim Stechen auf den Hund übertragen. Die größte Gefahr im Mittelmeerraum geht jedoch von der Sandmücke aus. Sie ist der Überträger der Leishmaniose, die den frühen Tod für einen Hund bedeuten kann.

Für Urlaubsreisen nach Süd- und Osteuropa sollten Hunde deshalb gezielt vor diesen Parasiten geschützt werden. 86 Prozent der Befragten gaben an, von den Gefahren durch Parasiten in diesen Ländern zu wissen. Viele wenden für Auslandsreisen ein Zeckenmittel an (60 Prozent von 1.141). Nur jeder vierte bis fünfte Befragte schützt seinen Hund nach dieser Umfrage jedoch auch vor Sandmücken (23 Prozent) und dem Herzwurm (22 Prozent); noch weniger vor Moskitos (12 Prozent). Dieser Trend gilt für alle erwähnten Länder mit geringen Unterschieden.

„Das bedeutet, dass mindestens drei von vier ins Ausland reisende Hunde aus Deutschland nicht ausreichend gegen Parasitenerkrankungen geschützt sind“, stellt Tierärztin Dr. Regina Thomas fest. Sie empfiehlt Auslandsreisenden mit Hund die Anwendung eines Parasitenmittels, das gegen alle relevanten Blutsauger wirkt und die Fähigkeit besitzt, Zecken und Mücken nicht nur zu töten, sondern schon vor dem Biss abzuwehren (zu repellieren). So ließe sich das Risiko der Krankheitsübertragung minimieren. Im Hinblick auf eine mögliche Herzwurmerkrankung rät Dr. Thomas sogar zu einem zweigleisigen Vorgehen: „Neben der Abwehr der Stechmücken sollten die Larven der Herzwürmer zusätzlich prophylaktisch bekämpft werden.“ Das entsprechende Mittel wird eine Woche vor Urlaubsantritt und erneut vier Wochen später eingesetzt. Beide Mittel gibt es als leicht anwendbare und gut verträgliche Spot-on-Präparate beim Tierarzt.

Weitere Informationen für Tierhalter zum Thema Parasiten von Hund und Katze gibt es unter www.parasitenfrei.de

Lästige “Mini-Vampire” lauern im Unterholz!

Dienstag, 06. Oktober 2009

Die Zecke hat Deutschland und Europa immer mehr im Griff. Darauf hat die “Schutzgemeinschaft Deutscher Wald” (SDW) hingewiesen: “Erstmals wurden infizierte Zecken nicht nur 200 Kilometer vom Nordpol entfernt, sondern auch in einer Höhe von 1.500 Metern entdeckt!” Dabei war man lange Zeit davon ausgegangen, dass das Gebirge eine weitgehend pollen- und zeckenfreie Region darstellt …

Zu allem Überfluss sind die lästigen Blutsauger jedoch nicht allein im Wald aktiv. Kleine Säugetiere – wie Mäuse oder Igel -, verbreiten sie auch in unseren Gärten oder auf Spielplätzen.

Beim Menschen sind vor allem die so genannte “Frühsommer-Hirnhautentzündung”, kurz (FSME), sowie die Borreliose, die von einem Bakterium ausgelöst wird, gefürchtet.

Der FSME-Virus wird direkt nach dem Stich übertragen. Speziell bei Senioren kann es zu schweren Krankheitsverläufen kommen. Vorbeugend kann man sich impfen lassen, nicht jedoch gegen die Borreliose, wo wir nach Schätzung der SDW jedes Jahr rund 60.000 Neuerkrankungen zu beklagen haben. Denn die Infektion der Zecken mit Borreliose-Erregern nimmt ständig zu: “Aktuell trägt jede dritte Zecke Borrelien in sich. – Jährlich erkranken daher zehntausende Menschen allein in Deutschland an dieser gefährlichen Krankheit, die Nervensystem, Gelenke und Gewebe schädigt.”

Zur Beruhigung: Wird eine Borreliose rechtzeitig entdeckt, kann sie gut mit Antibiotika behandelt werden.

Stichproben-Untersuchungen bei Schweizer Hunden ergaben, dass rund 5 Prozent – in manchen Gegenden auch mehr -, einen erhöhten Antikörperspiegel gegen das FSME-Virus aufweisen, das heißt, infiziert wurden. Dennoch werden ernsthafte Erkrankungen, auch bei Pferden oder Ponies, eher selten beschrieben …

Dagegen wird eine Borreliose bei Hunden, Katzen, Pferden oder auch Kühen häufig(er) beschrieben und äußert sich auch bei Tieren durch ein eher diffuses Krankheitsbild mit Gelenkproblemen, Erkrankungen des Nervensystems, der Augen und des Herzens. Speziell bei Hunden kann man Gehstörungen und eine fortschreitende Lahmheit beobachten. Die Therapie erfolgt mittels Antibiotika und soll in den meisten Fällen auch gut ansprechen.

Das Problem: Der Klimawandel und die zunehmend milden Winter führen dazu, dass die lästigen Blutsauger immer länger aktiv bleiben. Zudem bergen neu zugewanderte Zecken neue Gefahren. Hier sind nach Auskunft des SDW vor allem die Auwaldzecken zu nennen, die viel mobiler als unser heimischer Holzbock sind und aktiv auf Beutesuche gehen. Ursprünglich südlich und östlich der Alpen zu Hause, sind sie in den letzten Jahren bei uns eingewandert und hausen, wie ja schon ihr Name vermuten lässt, vor allem in Feuchtgebieten: “Lange Zeit wurde diese Zeckenart nur an Hunden festgestellt. Doch 2006 wurden dann erstmals in Brandenburg vier Personen von einer Auwaldzecke gebissen. Diese Zeckenart kann beim Menschen ein gefährliches Fleckfieber übertragen, dass von Rickettsien-Bakterien ausgelöst wird!”

Generell sollte man – bei Mensch wie Tier -, Zecken möglichst rasch entfernen, da die Infektionsgefahr mit Länge der “Blutmahlzeit” wächst. Dabei wird der gefährliche Sauger vorsichtig – ohne jeden Druck auf den Körper -, mit einer spitzen Pinzette oder Zeckenzange ergriffen und dann aus der Haut gedreht. Auch Zeckenkarten leisten hervorragende Dienste. Übrigens darf der Parasit niemals mit Nagellack, Öl oder Klebstoff betupft werden, da die sterbende Zecke dann in ihrem Todeskampf Unmengen an Erregern in die Wunde erbricht!

Gegen die Borreliose wird für Hunde, im Gegensatz zum Menschen, ein Impfstoff angeboten, der allerdings nach Auskunft des “Bundesverbandes praktizierender Tierärzte” (bpt) nur gegen eine Borrelienart schützt: “Ebenso steht gegen die Babesiose (so genannte Hundemalaria) ein Impfstoff zur Verfügung. Dieser ist zwar in Deutschland nicht zugelassen, kann aber vom Tierarzt aus dem europäischen Ausland bezogen werden. Der Impfstoff schützt jedoch nicht vor einer Infektion, sondern mildert lediglich den Krankheitsverlauf. Gegen die anderen Krankheiten gibt es keine Impfung!”

Hunde sollten daher nach jedem Spaziergang (!) und eine Katze mindestens einmal täglich nach Zecken abgesucht werden. Bevorzugte “Andock-Stellen” sind nach Auskunft der Experten die gefäßreichen, dünnhäutigen Partien an Kopf, Hals, Schultern und Achseln: “Um die Tiere vor ungebetenem Besuch zu schützen oder den kleinen Biestern den Appetit zu verleiden, stehen zudem Spot-on-Präparate oder antiparasitäre Halsbänder in den Tierarztpraxen zur Verfügung!”

Hier erfährt man auch, welches Produkt für welches Tier geeignet ist …

Übrigens schützen diese Mittel auch uns Halter. Denn: Zecken kraxeln – auf der Suche nach einer ihnen zusagenden Hautstelle -, häufig längere Zeit auf Mieze oder Bello umher und wechseln dann ganz “gerne” auch mal zu uns Menschen über. Schließlich tragen wir kein störendes Fell, sondern nichts als blanke Haut.

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