Mit ‘Zahnpflege bei Hunden’ getaggte Artikel

Damit “Bello” auch morgen noch kraftvoll zubeißt!

Montag, 05. Oktober 2009

Wir Menschen sollten wenigstens ein-, besser zweimal jährlich zum Zahnarzt. So jedenfalls empfehlen es die Krankenkassen, und bei Hunden ist das nicht viel anders: “Die Zahnkontrolle gehört im Rahmen einer Allgemeinuntersuchung zum Prozedere der jährlichen Impfung”, rät Dr. Tina Hölscher, Tierärztin der “Aktion Tier – Menschen für Tiere e.V.”. Schließlich kann der Vierbeiner nicht reden, so dass Probleme leicht “verschleppt” werden.

Das besondere Problem: Hunde lassen sich so gut wie gar nicht anmerken, wenn sie Zahnschmerzen haben. Tierbesitzer müssen daher ganz genau auf die versteckten Warnsignale Acht geben: “Stinkt das Tier aus dem Mund oder speichelt ungewöhnlich stark, könnten dies Anzeichen für Zahnstein oder vereiterte Zähne sein”, fasst Dr. Hölscher die häufigsten Indizien zusammen. Auch wiederholtes Fallenlassen von Futterbrocken oder vermehrtes Kauen auf einer Seite sollte den Tierhalter aufmerken werden lassen.

Dabei sind die möglichen Defekte im Maul übrigens so mannigfaltig wie beim Menschen: Abgebrochene Zahnspitzen, entzündete Wurzeln und Zahnfehlstellungen gehören zu den häufigsten Problemen.

Ziehen und natürlich auch eine gründliche Reinigung sind Maßnahmen, die nahezu jeder Tierarzt vornimmt. Zudem gibt es Experten, die sich auch auf Zahnspangen oder Wurzelbehandlungen spezialisiert haben …

Hunde haben übrigens ein Milchgebiss von etwa 28 Zähnen, das später im Erwachsenenalter durch ein Dauergebiss mit 42 Zähnen ersetzt wird. Dabei finden sich in jeder Oberkieferhälfte drei Schneidezähne, ein Eck- oder Fangzahn sowie vier vordere und zwei hintere Backenzähne. Im Unterkiefer trägt der Hund auf jeder Seite ebenfalls drei Schneide-, den Fangzahn sowie vier vordere plus drei hintere Backenzähne. Macht 21 mal 2 (für jede Seite) gleich 42 Zähne.

Dieses so genannte heterodonte Gebiss mit verschiedenen Zahntypen gibt es lediglich bei Säugetieren. Bei Fischen und Reptilien besitzen alle Zähne die gleiche, kegel-förmige Gestalt (homodonten Gebiss), werden dafür jedoch häufig ein Leben lang ersetzt.

Da unsere Haushunde nicht in dieser glücklichen Lage sind, muss ihr Gebiss entsprechend gepflegt werden. Das heiß in erster Linie: Nur artgerechtes Futter, keine süßen oder gewürzten Speisen oder Reste vom Tisch!

Zudem kann man auch bei Hunden zur Zahnbürste greifen, oder – wem das zu umständlich ist oder weil sich “Waldi” dagegen sträubt -, zumindest die Zahnpflege-Snacks, die der Fachhandel in großer Auswahl anbietet, verfüttern. Die schmecken, machen Spaß und enthalten wertvolle Vitamine und Mineralstoffe. Außerdem helfen sie gegen Mundgeruch!

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