Wer heute im Internet oder Fachzeitschriften stöbert, wird feststellen, dass die Auswahl an Hundeschulen und Ausbildungen schier endlos ist. Für viele – zumal die Anfänger in Sachen Hund -, stellt sich dann schon die Frage, ob und was da überhaupt für`s eigene Tier in Frage kommt? Logisch, dass man keinen Kleinhund als Wächter und keine kurz-atmige Bulldogge zum Reitbegleithund ausbildet! Doch gibt es überhaupt Ausbildungen, die zu empfehlen sind und andere, die vielleicht weniger in Betracht kommen?
Recht skeptisch sind viele Experten, was die Ausbildung zum Schutzhund bei Tieren in Privathand angeht. Nun ist es zwar so, dass hier – neben der Arbeit am Mann -, auch Unterordnung, Gehorsam und eine gute Führigkeit des ohnehin ja schon großen und wehrhaften Hundes trainiert wird. Auf der anderen Seite üben die Tiere dabei jedoch ein gezieltes Zubeißen, was nicht wenige Verhaltensforscher als problematisch ansehen.
Von einem Erlebnis der “besonderen Art” erzählt einer unserer Autoren, Peter Hoffmann (Fachjournalist und Fotograf), der mit seinem Pudelmix einmal in einem Waldstück, wo auch ein Schutzhundeverein trainierte, unterwegs war: “Plötzlich kam uns ein mächtiger Schäferhund entgegen, und dessen Halter wusste sich nicht anders zu helfen, als die Leine des Tieres hurtig um einen Baumstamm zu schlingen, um es so wenigstens halbwegs im Griff zu haben.” Dies dürfe man, so Hoffmann, nun keinesfalls verallgemeinern, “verständlich jedoch, dass ich um diesen Ort in Zukunft lieber einen großen Bogen schlug!”
Speziell bei der Schutzhundeausbildung sollte man sich daher die Trainer seines Tieres, das Umfeld und auch die Beweggründe und das Verhalten der anderen Halter genau – und das schon im Vorfeld -, ansehen!
Durch den so genannten “Hundeführerschein” sehr populär wurde dagegen die Begleithundeausbildung, die – gerade Laien oder dann, wenn der Hund bereits gewisse “Macken” an den Tag legt -, sehr zu empfehlen ist. Dabei werden dann Halter wie Hund trainiert. Neben dem korrekten Führen der Leine (durch den Menschen) und dem manierlichen Gehen daran (seitens des Hundes) stehen auch grundlegende Gehorsamsübungen wie “Sitz” und “Platz” auf dem Trainingsplan.
Der Hund lernt, sich gegenüber anderen Tieren manierlich zu benehmen und ein korrektes – sprich: Unfälle vermeidendes -, Verhalten im Straßenverkehr. Verschiedene Zusatztrainings, etwa die Ausbildung zum Reitbegleithund, können das allgemeine Programm ergänzen. Hier wird natürlich jede Schule (die oft auch noch einem bestimmten Verband angeschlossen ist) ihre eigenen Schwerpunkte haben und spezielle Konzepte einsetzen.
Grundprinzip sind jedoch in der Regel die richtige Motivationstechnik (durch den Halter) sowie Methoden, die die Aufmerksamkeit des Hundes auf seinen Führer fokussieren. Fortgeschrittene “Bellos” lassen sich dann auch in der Hektik des Großstadtverkehrs nicht mehr ablenken!
Zudem gibt es Ausbildungen zum Blindenhund, die durch besonders spezialisierte Trainer bei sehr sorgfältig ausgewählten Tieren (sanftmütige Rassen mit starker Bindung an ihre Menschen) durchgeführt werden.
Rettungsdienste setzen zudem speziell geschulte Trümmersuchhunde oder Tiere zur Wasserrettung ein. Hier kommen natürlich nur sehr schwimmfreudige und starke Rassen wie Neufundländer in Betracht.
Als Suchhunde haben dagegen auch schon Bullterrier gekämpft – nicht gegen ihresgleichen, sondern um das Leben vermisster Menschen!
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