Archiv für die Kategorie ‘Parasitengefahren für Hunde auf Reisen’

Achtung vor Mücken im Urlaubsland

Freitag, 05. August 2011

Wer seinen Hund mit auf die Urlaubsreise in ein süd- oder osteuropäisches Land nimmt, sollte wissen: Es gibt dort, vereinfacht dargestellt, zweierlei Mücken: Stechmücken (Moskitos) und Sandmücken. Beide sind blutsaugende Insekten und stellen eine gesundheitliche Gefahr für Hunde dar. Sie erfordern zwar teilweise unterschiedliche Schutzmaßnahmen; diese beginnen aber gleichermaßen mit der Abwehr von Mücken durch ein repellierendes Präparat.

„Wir kennen in Deutschland nur normale Stechmücken. Für Hunde sind sie normalerweise keine Gefahr. Deshalb sind die meisten Hundebesitzer häufig schlecht auf die Situation im Mittelmeerraum vorbereitet“, so Tierärztin Dr. Regina Thomas. Sie empfiehlt jedem Reisenden mit Hund, sich vorher über die Parasitengefahren im Urlaubsland zu informieren und mit dem Tierarzt die notwendigen Schutzmaßnahmen zu besprechen.

Gerade die im Mittelmeerraum verbreiteten Sandmücken seien eine potenziell tödliche Gefahr für Hunde. „Man sieht sie kaum und hört sie nicht“, beschreibt Dr. Thomas die winzig kleinen Insekten, die in der Dunkelheit geräuschlos angreifen. Ihr Rat: „Hunde sollten in diesen Ländern auf keinen Fall ungeschützt im Freien übernachten“. Denn beim Stich einer Sandmücke kann der Erreger der Leishmaniose, ein einzelliger Parasit, übertragen werden. Er befällt und zerstört sogenannte Makrophagen, Fresszellen des Immunsystems, die der Erregerabwehr dienen. Die Leishmaniose kommt bei Hunden meist erst nach Monaten oder Jahren zum Ausbruch, kann dann aber lebensbedrohlich verlaufen.

„Auch die Stechmücken in Süd- und Osteuropa sind gefährlicher als ihre Verwandten in Deutschland“, sagt Dr. Thomas. Sie seien häufig Träger von Wurmlarven, die ebenfalls beim Blutsaugen weitergegeben werden können. So führt die Fadenwurmart Dirofilaria immitis bei Hunden zur Herzwurmerkrankung. Die mikroskopisch kleinen Larven wandern mehrere Monate lang durch den Körper des Tieres, bevor sie sich in den größeren Blutgefäßen von Herz und Lunge und bei Massenbefall sogar in der rechten Herzkammer niederlassen und bis zu 30 cm lang werden. Die Erkrankung äußert sich in verminderter Leistungsfähigkeit des Hundes und vor allem in häufigem Husten. „Die Herzwurmerkrankung ist behandelbar, aber auch dabei kann es zu Todesfällen durch Thromboembolie kommen, wenn die getöteten erwachsenen Würmer die Blutgefäße der Lungen verstopfen“, warnt Dr. Thomas. Die Behandlung gegen die Larven des Wurmes ist hingegen weitaus unproblematischer.

Sie empfiehlt deshalb eine doppelte Prophylaxe vor Reisen nach Süd- oder Osteuropa:
1. Die Anwendung eines repellierend und abtötend wirkenden Parasitenmittels, das neben Zecken auch Stechmücken und Sandmücken abwehrt. 2. Die prophylaktische Behandlung des Hundes mit einem Wurmmittel, das die Larvenstadien des Herzwurms bekämpft. „Ziel ist es, von vornherein den Stich der blutsaugenden Parasiten zu verhindern und gegebenenfalls doch übertragene Herzwurmlarven frühestmöglich zu bekämpfen. Bei dieser Erkrankung ist doppelte Sicherheit gerade richtig“, so Dr. Thomas.

In welchen Ländern Europas mit welchen Parasiten zu rechnen ist, erfahren Tierhalter unter www.parasitenfrei.de/eu-risikokarte.html

Vorsicht vor Reisekrankheiten durch Blutsauger

Mittwoch, 23. Juni 2010

Der Mittelmeerraum ist aus guten Gründen ein beliebtes Urlaubsziel für die ganze Familie. Leider ist er mit seinen milden Temperaturen auch ein Paradies für Parasiten – und diese können Mensch und Tier gefährlich werden.

Zur Urlaubsvorbereitung gehört deshalb unbedingt der richtige Parasitenschutz – vor allem für den besonders gefährdeten, mitgereisten Vierbeiner:

Welche durch Parasiten übertragenen Krankheiten bedrohen Hunde im Mittelmeerraum?

Weltweit sind Zecken, Moskitos/Sandmücken und Flöhe die potentesten Krankheitsüberträger. Eine in Südeuropa häufige und besonders gefährliche Zeckenart ist die Braune Hundezecke. Sie kann unsere Vierbeiner mit Krankheiten wie Ehrlichiose oder Babesiose infizieren, die unbehandelt meist tödlich verlaufen. Auch mediterrane Stechmücken können Hunden sehr gefährlich werden, indem sie beim Blutsaugen winzige Wurmlarven, etwa den Herzwurm, übertragen. Die größte Gefahr im Mittelmeerraum geht jedoch von der Sandmücke aus. Sie ist der Überträger der Leishmaniose, die oft den frühen Tod für einen Hund bedeutet.

Wie groß ist das tatsächliche Risiko?

Das Risiko für den Hund, von einem infizierten Blutsauger gestochen zu werden, ist regional sehr unterschiedlich. Nur vereinzelt liegen entsprechende Studien vor. So wurde bei einer Untersuchung in der italienischen Po-Ebene je nach Region bei 22 bis 68 Prozent der Hunde eine Herzwurminfektion diagnostiziert. Auf Mallorca, Sizilien und in der französischen Provence besaßen mehr als 60 Prozent aller untersuchten Hunde Leishmaniose-Antikörper, hatten also bereits eine Leishmaniose-Infektion durchgemacht. Je höher der Bestand infizierter

Tiere, umso leichter kann eine Mücke Krankheitserreger aufnehmen und auf noch gesunde Tiere übertragen.

Wie kann ich meinen Hund schützen?

Vorbeugung beginnt schon vor dem Urlaub – am besten mit einem Besuch beim Tierarzt. Wer sich selbst ein Bild von den möglichen Gefahren am Urlaubsort machen will, findet im Internet eine Europa-Risikokarte speziell für Reisekrankheiten des Hundes (im Serviceteil von http://www.parasitenfrei.de). Beim Klick auf das Urlaubsland erscheint eine Übersicht der im jeweiligen Land zu erwartenden Parasiten und Infektionen. Den besten Schutz bieten Parasitenmittel zum Auftropfen, die gegen alle relevanten Blutsauger wirken und die Fähigkeit besitzen, Zecken und Mücken nicht nur zu töten, sondern schon vor dem Biss abzuwehren (zu repellieren). So wird das Risiko der Krankheitsübertragung minimiert.

Worauf muss ich am Urlaubsort achten?

Durch entsprechende Verhaltensregeln lässt sich das Risiko eines Parasitenkontaktes vor Ort verringern: Gegen Zecken hilft das gründliche Absuchen des Tieres nach jedem Aufenthalt im Freien. Zecken sollten möglichst schnell und komplett entfernt werden. Da Sandmücken vor allem dämmerungs- und nachaktiv sind, sollten Hunde in südlichen Ländern nicht im Freien übernachten. Im Haus schützen engmaschige Moskitonetze vor dem Fenster am besten.

Weitere Informationen für Tierhalter zum Thema Parasiten von Hund und Katze gibt es unter www.parasitenfrei.de

Viele Vierbeiner verreisen ungeschützt

Mittwoch, 09. Juni 2010

Deutsche vernachlässigen Parasitenabwehr für Hunde bei Urlauben im Ausland

Für die meisten Hundehalter in Deutschland ist es eine Selbstverständlichkeit, ihren Vierbeiner mit in den Urlaub zu nehmen. Dazu bekannten sich 83 Prozent der 1.375 Teilnehmer einer aktuellen Umfrage des Tierhalterportals „DeineTierwelt.de“. Nicht selten führen diese Urlaube nach Frankreich oder Italien, aber auch nach Osteuropa, Spanien und vereinzelt nach Griechenland.
All diese Länder zeichnen sich durch ein deutlich höheres Gesundheitsrisiko für Hunde durch Parasiten übertragene Krankheiten aus als es in Deutschland besteht. Die vom Menschen so angenehm empfundene Wärme lässt auch blutsaugende Parasiten wie Zecken, Sandmücken und Moskitos besonders gut gedeihen, die gefährliche Krankheitserreger übertragen können.
Eine in Südeuropa häufige Zeckenart, die in Deutschland nur als eingeschlepptes Urlaubsmitbringsel vorkommt, ist die Braune Hundezecke. Sie kann Hunde mit Krankheiten wie Ehrlichiose oder Babesiose infizieren, die unbehandelt meist tödlich verlaufen. Mediterrane Stechmücken (Moskitos) können winzige Larven des Herzwurms in sich tragen und beim Stechen auf den Hund übertragen. Die größte Gefahr im Mittelmeerraum geht jedoch von der Sandmücke aus. Sie ist der Überträger der Leishmaniose, die den frühen Tod für einen Hund bedeuten kann.

Für Urlaubsreisen nach Süd- und Osteuropa sollten Hunde deshalb gezielt vor diesen Parasiten geschützt werden. 86 Prozent der Befragten gaben an, von den Gefahren durch Parasiten in diesen Ländern zu wissen. Viele wenden für Auslandsreisen ein Zeckenmittel an (60 Prozent von 1.141). Nur jeder vierte bis fünfte Befragte schützt seinen Hund nach dieser Umfrage jedoch auch vor Sandmücken (23 Prozent) und dem Herzwurm (22 Prozent); noch weniger vor Moskitos (12 Prozent). Dieser Trend gilt für alle erwähnten Länder mit geringen Unterschieden.

„Das bedeutet, dass mindestens drei von vier ins Ausland reisende Hunde aus Deutschland nicht ausreichend gegen Parasitenerkrankungen geschützt sind“, stellt Tierärztin Dr. Regina Thomas fest. Sie empfiehlt Auslandsreisenden mit Hund die Anwendung eines Parasitenmittels, das gegen alle relevanten Blutsauger wirkt und die Fähigkeit besitzt, Zecken und Mücken nicht nur zu töten, sondern schon vor dem Biss abzuwehren (zu repellieren). So ließe sich das Risiko der Krankheitsübertragung minimieren. Im Hinblick auf eine mögliche Herzwurmerkrankung rät Dr. Thomas sogar zu einem zweigleisigen Vorgehen: „Neben der Abwehr der Stechmücken sollten die Larven der Herzwürmer zusätzlich prophylaktisch bekämpft werden.“ Das entsprechende Mittel wird eine Woche vor Urlaubsantritt und erneut vier Wochen später eingesetzt. Beide Mittel gibt es als leicht anwendbare und gut verträgliche Spot-on-Präparate beim Tierarzt.

Weitere Informationen für Tierhalter zum Thema Parasiten von Hund und Katze gibt es unter www.parasitenfrei.de