Archiv für den Monat Februar 2012

Lehrgang für Hundeführerschein jetzt auch in Nordrhein-Westfalen

Donnerstag, 16. Februar 2012

Immer mehr Bundesländer verpflichten Hundehalter zu einem „Hundeführerschein“, so gibt es ihn in Niedersachsen bereits, während Hessen und Nordrhein-Westfalen gerade die Einführung planen. In Nordrhein-Westfalen bietet nun Hundetrainer Mustafa Irmak in Lippe als wohl erster Trainer zusammen mit seinem Team einen Lehrgang an, mit dem ein solcher Hundeführerschein erworben werden kann. In einem Interview informiert er über Inhalte und Ablauf von Lehrgang und Prüfung.

Der Hundeführerschein, so erklärt der Hundetrainer, ist dabei ein Angebot des Verbands für das deutsche Hundewesen, bei dem ein theoretischer Teil mit sachkundlichem Wissen und ein praktischer Teil mit der Ausbildung des Tieres im Mittelpunkt stehen. Im Theorieteil geht es vor allem darum, allgemeine Grundkenntnisse über das Lern- und Sozialverhalten des Hundes, die richtige Kommunikation und Hunderecht zu vermitteln. Während des praktischen Teils haben die Hundehalter dann im Anschluss die Möglichkeit mit ihrem Tier bestimmte Alltagssituationen und damit den artgerechten Umgang mit ihm zu erlernen, wie beispielsweise die Begegnung mit anderen Hunden und Menschen oder der Besuch in einem Restaurant. Ziel ist es, dass der Halter das Tier gut einschätzen kann und der Hund seinem Umfeld Respekt entgegenbringt.

Bei der Prüfung selbst kommt es vor allem darauf an, dass der Hundehalter jederzeit seinen Hund unter Kontrolle hat, verschiedene Situationen gut einzuschätzen weiß und entsprechend auf diese reagiert. Die Prüfungsgebühren betragen derzeit 80 Euro zuzüglich den Lehrgangskosten. Dafür setzt sich der Berufsverband zertifizierter Hundeschulen (BVZ) dafür ein, dass Hundebesitzer, die die Prüfung für den Hundeführerschein erfolgreich absolviert haben, bestimmte Sonderkonditionen erhalten, wie zum Beispiel bei der Hundehaftpflichtversicherung.

Das Wunderwerk Hundepfote

Dienstag, 14. Februar 2012

Für viele Hunde gibt es kaum etwas schöneres, als bei einem Winterspaziergang im Schnee zu toben. Kaum fallen im Winter die ersten Schneeflocken, gibt es für sie kein Halten mehr und der tägliche Auslauf wird zu einem ausgiebigen Spiel im Schnee. Viele Hundehalter fragen sich dabei, ob es ihrem Vierbeiner eventuell zu kalt wird. Tatsächlich sind die meisten Hunderassen jedoch sehr viel weniger kälteempfindlich, als wir Menschen es vermuten. Eine spezielle Kleidung, wie beispielsweise ein Hundemantel, ist nur bei sehr kurzhaarigen Rassen oder Welpen notwendig.

Japanische Forscher haben jetzt zudem herausgefunden, dass auch die Pfoten eines Hundes so konzipiert sind, dass diese bis zu Tiefsttemperaturen von -35 Grad Celsius vor Erfrierungen geschützt sind. Das liegt daran, dass Beine und Pfoten von einem Netzwerk aus Venen durchzogen sind, die die Zirkulation des Blutes erleichtern und es erwärmen, bevor es wieder in den Körper zurück fließt. Zudem haben Hundepfoten ein kälte-resistentes Fettgewebe, das dem von Pinguinen oder Delphinen ähnelt.

Hundehalter können also ganz unbesorgt mit ihrem Tier lange Spaziergänge im Schnee unternehmen, oder vielleicht auch in einen Winterurlaub mit Hund starten. Lediglich nach dem Spaziergang sollten die Pfoten auf Eisklumpen hin untersucht werden. Haben sich welche gebildet, kann man diese zum Beispiel durch ein warmes Pfotenbad lösen. Um Schädigungen durch Streusalz an den empfindlichen Ballen und Zehenzwischenräumen zu vermeiden, hilft es auch die Pfoten vor dem Spaziergang mit Melkfett oder Vaseline einzureiben, bzw. ein spezielles Pfotenspray zu verwenden. Dabei ist jedoch zu beachten, dass sich dieser Schutzfilm durch Reibung abläuft und deshalb täglich erneuert werden sollte.