Immer mehr Bundesländer verpflichten Hundehalter zu einem „Hundeführerschein“, so gibt es ihn in Niedersachsen bereits, während Hessen und Nordrhein-Westfalen gerade die Einführung planen. In Nordrhein-Westfalen bietet nun Hundetrainer Mustafa Irmak in Lippe als wohl erster Trainer zusammen mit seinem Team einen Lehrgang an, mit dem ein solcher Hundeführerschein erworben werden kann. In einem Interview informiert er über Inhalte und Ablauf von Lehrgang und Prüfung.
Der Hundeführerschein, so erklärt der Hundetrainer, ist dabei ein Angebot des Verbands für das deutsche Hundewesen, bei dem ein theoretischer Teil mit sachkundlichem Wissen und ein praktischer Teil mit der Ausbildung des Tieres im Mittelpunkt stehen. Im Theorieteil geht es vor allem darum, allgemeine Grundkenntnisse über das Lern- und Sozialverhalten des Hundes, die richtige Kommunikation und Hunderecht zu vermitteln. Während des praktischen Teils haben die Hundehalter dann im Anschluss die Möglichkeit mit ihrem Tier bestimmte Alltagssituationen und damit den artgerechten Umgang mit ihm zu erlernen, wie beispielsweise die Begegnung mit anderen Hunden und Menschen oder der Besuch in einem Restaurant. Ziel ist es, dass der Halter das Tier gut einschätzen kann und der Hund seinem Umfeld Respekt entgegenbringt.
Bei der Prüfung selbst kommt es vor allem darauf an, dass der Hundehalter jederzeit seinen Hund unter Kontrolle hat, verschiedene Situationen gut einzuschätzen weiß und entsprechend auf diese reagiert. Die Prüfungsgebühren betragen derzeit 80 Euro zuzüglich den Lehrgangskosten. Dafür setzt sich der Berufsverband zertifizierter Hundeschulen (BVZ) dafür ein, dass Hundebesitzer, die die Prüfung für den Hundeführerschein erfolgreich absolviert haben, bestimmte Sonderkonditionen erhalten, wie zum Beispiel bei der Hundehaftpflichtversicherung.
