Proteste gegen Hundesteuer mehren sich

Veröffentlicht von r.becker am 23. Januar 2012

Vielen Hundebesitzern ist sie ein Dorn im Auge. Vor allem jetzt zum neuen Jahr, wo viele Gemeinden die Steuer angehoben haben, gehen zahlreiche Bürger auf die Straße, um gegen die Erhöhungen und die Steuer an sich zu protestieren. So auch beispielsweise in Osterholz-Scharmbeck, wo eine Anhebung der Steuer zum Jahresbeginn von bisher 60 Euro auf 84 Euro erfolgte.

Viele Bürger finden dies sozial ungerecht und fühlen sich – beispielsweise gegenüber Besitzern von Katzen oder Pferden – diskriminiert. Doch nicht nur Hundebesitzer müssen sich auf höhere Gebühren einrichten, auch Tier-Hilfsstationen sind davon betroffen. Heike Neuschulz, die eine Hundepflegestelle für den Osterholzer Tierschutz betreibt, schildert, dass die Hundesteuer eine große Belastung darstellt da sie fällig wird, wenn ein Tier nicht innerhalb von zwei Monaten vermittelt werden kann.

Eine Hundesteuer-Datenbank finden Sie hier auf www.vergleichen-und-sparen.de.

Einen anderen Weg hat Richter Andreas Decker aus Gilching gewählt. Er hält die Hundesteuer für ungerecht und verfassungswidrig und hat deshalb Klage gegen den aktuellen Bescheid eingereicht. Decker ist der Meinung, dass diese Steuer nicht mehr zeitgemäß ist. Zum Zeitpunkt ihrer Entstehung um 1500 wurden Hunde gehalten, um Haus und Hof zu bewachen und verließen diesen zumeist nicht. Heutzutage hat sich die Lage jedoch grundlegend verändert. Hunde zählen als Familienmitglied, und werden von ihren Besitzern oft überall mit hin genommen. Selbst in den Urlaub nehmen viele Hundebesitzer ihre Tiere mit. Aus diesem Grund will der Richter einen Musterprozess anstrengen und so eine Diskussion über die Verfassungswidrigkeit der Hundesteuer ermöglichen. Mit seiner Klage ist er nicht der einzige, und es bleibt abzuwarten, inwiefern sich in dieser Hinsicht etwas bewegen wird.

Eine Antwort zu “Proteste gegen Hundesteuer mehren sich”

  1. Jens sagt:

    Also ich finde es sowieso eine Totale Frechheit das man für TIERE Steuern zahlen muss. Was hat denn der Staat damit zu tun wenn ich mir einen Hund oder was auch immer kaufe????

    Reicht es nicht schon das er genug Steuern an Tierfutter und sonstige Pflegeartikel verdient?

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