Wer hoch hinaus will, sollte sich im Vorfeld der Reise erkundigen, welche andersartigen Bedingungen in der Höhenluft vorherrschen und sich entsprechend vorbereiten. Wir vom Hundeurlaub.de-Blog haben die wichtigsten Verhaltenstipps zusammengestellt.
Urlaubsgebiet Berglandschaft
Deutschland ist ein Land der Mittelgebirge und im Süden geprägt durch die Alpen, die als Hochgebirge gelten. Die höchsten Erhebungen können beachtliche drei bis viertausend Meter erreichen. Der höchste Berg ist der Montblanc in Frankreich mit knapp 4.800m.
Die wichtigsten Mittelgebirge in Deutschland sind der Schwarzwald, der Bayrische Wald, das Erzgebirge, das Fichtelgebirge, der Harz und das Rothaargebirge.
Worauf sollte der Mensch in den Bergen achten
Wandern, Klettern, Skifahren oder Nordic-Walking sind beliebte Betätigungsfelder für den Menschen, vor allem in der reizvollen und abwechslungsreichen Umgebung der Berglandschaft. In der hügeligen Natur fällt es viel leichter dem Alltagsstress zu entfliehen und den Kopf wieder frei zu bekommen. Die frische Luft in der Höhe hilft den Kreislauf anzuregen, die Lungen frei zu bekommen und den Stoffwechsel zu fördern.
Wer allerdings völlig untrainiert, ohne entsprechende Ausrüstung und mit zuviel Ehrgeiz losläuft riskiert eine Überanstrengung, Erschöpfungszustände, Kniebeschwerden oder bei falscher Einschätzung der Wetterlage sogar eine Unterkühlung.
Für den Menschen ist es eine Selbstverständlichkeit, dass er mit festem Schuhwerk (am besten Wanderschuhe), guten Wandersocken (hilft die Gefahr der Blasen zu reduzieren), Funktionskleidung (luftdurchlässig aber wasserundurchlässig) und bei Bedarf mit Handschuhen und Mütze/Schal ausgestattet ist.
Mit dem Hund in den Bergen
Sind Sie mit Ihrem Haustier unterwegs, sollten Sie es ebenso gut vorbereiten wie sich selbst. Untrainierte Hunde machen in der ungewohnten Umgebung schnell schlapp. Das kann unterwegs zu einem großen Problem werden, wenn man keine alternativen Transportmöglichkeiten in der Wildnis hat!
Die Vierbeiner haben im unbekannten Bergland oft kein Gefühl dafür, ob der Abgrund hinter der nächsten Kuppe eine Gefahr darstellt oder nicht. Auch das Höhenempfinden kann von vorne herein eingeschränkt sein. Es empfiehlt sich also, den Hund gerade an schwierig einsehbaren Stellen anzuleinen.
Bei der Begegnung mit Wildtieren ist die oberste Gefahr nicht, dass man selbst oder der Vierbeiner von einem anderen Tier angegriffen wird, sondern eher wahrscheinlich ist, dass sich der Jagdinstinkt Ihres Bellos durchsetzt und das Tier im Unterholz zunächst verschwindet. Auch hier hätte die Leine Schlimmeres verhindert.
In Gegenden, wo die Wanderwege schlecht ausgetreten, sehr geröllartig oder gar dauerhaft schneebedeckt sind, kann eine Leine aber auch zum Problem werden.
So sorgt der Bewegungsdrang des Tieres dazu, dass es sehr stark an der Leine zieht und somit die Pfoten an scharfkantigen Steinchen und Geröll Verletzungsanfälligkeiten zeigen. Eine Minderung diese Problems können so genannte „Gentle Leader“ oder „Haltis“ bringen. Das Hundehalsband läuft teilweise über die Schnauze des Vierbeiners. Zieht er zu stark, wird der Kopf nach unten gedrückt. Da das Tier aber lieber nach vorne in Laufrichtung schaut, verringert es automatisch Geschwindigkeit und Druck auf die Leine.
Als weiteres Zubehör haben sich Regenschutzmäntel (mit Reflektoren, die bei Dunkelheit zur Sichtverbesserung beitragen), Trinkgefäße (die Qualität von Pfützen und Flusswasser sind nie wirklich vorhersehbar), ein Nylonbeutel als Trink- und Futternapf und eine Picknickdecke bewährt. Durch plötzlichen Wetterumschwung hervorgerufen können Kälte und Nässe die größten Gefahren sein.
Wenn Sie unsere Tipps beherzigen und diese dazu beitragen Ihre Reise mit dem Hund durch die schönen Berglandschaften gewissenhaft vorzubereiten, kann die Urlaubsfreude kaum getrübt werden.
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